Das Meditieren kann Dich unterstützen, weniger emotional zu reagieren

Manchmal wäre das Leben viel einfacher, wären da weniger die Emotionen. Manchmal ist man wie erstarrt, kann kaum ein Wort sprechen, wenn man in eine Situation gerät, in der man persönlich angegriffen wird und das schlichtweg nur mit Worten. Es kann dann schwer fallen, direkt zu reagieren und sich weniger gefangen nehmen zu lassen und eher über die Emotionen hinweg in Aktion zu treten.

Emotionen haben eine starke Macht über uns. Sie steuern unser Verhalten, beeinflussen unsere Persönlichkeit und wie wir anderen Menschen gegenüber reagieren. Doch keineswegs musst Du dieser Macht einfach nur ausgeliefert sein. Du kannst lernen, aus der Emotion heraus zu reagieren. Dazu kann das Meditieren hierbei eine starke Stütze sein.

Meditieren und zur Ruhe kommen

Es geht jetzt kaum darum, Deine ganze Persönlichkeit zu ändern. Denn eine Weiterentwicklung braucht Zeit und das geht auch wenn man schon erwachsen ist. Doch auch hier brauchst Du viel Übung.

Betrachte Deine Gefühle weniger als Deinen Feind

Wer emotional reagiert, weil er sich unfair behandelt fühlt oder in eine Situation geraten ist, die Wut, Angst, das Temperament aufflammen lässt, der wird auch immer diese Gefühle empfinden. Hier dann aber zu akzeptieren, dass die Gefühle einfach da sind und man weniger dagegen ankämpft, hat man damit den ersten Schritt meist schon getan.

Oftmals versuchen wir unsere Emotionen zu unterdrücken, das Pokerface aufzusetzen, um die Kontrolle zu wahren. Aber das kostet auch sehr viel an Kraft, die Du allerdings anderswo sinnvoller einsetzen kannst. Wenn Du Deine Gefühle dann wahrnimmst, wenn sie auftreten, dann haben sie keine so große Macht über Dich.

Um zu diesem Punkt der Erkenntnis zu gelangen, ist eine Möglichkeit zur besseren Selbstwahrnehmung, sich im Meditieren zu üben. Wie auch Studien zeigen, können wir gelassener reagieren, wenn wir mehr in der Ruhe sind. Unangenehme Gespräche sind zwar immer noch weniger prickelnd, auch weiterhin wirst Du Deine Emotionen merken. Du kannst dadurch aber lernen, Dich weniger aus der Ruhe bringen zu lassen oder andere Menschen Deine Knöpfe drücken zu lassen.

Zu meditieren kann Deine Aufmerksamkeit schärfen. Denn Du beobachtest Deine Gedanken und stoppst diese, bevor überhaupt die negativen Gefühle Dich übermannen könnten. Du hältst inne, um die Situation genau zu registrieren und bewusster entscheiden, wie Du reagierst. Auch kannst Du dadurch lernen, Deine Gefühle und Emotionen zu drosseln, sodass sie weniger überschäumend auf Dich einwirken können.

Mehr emotionale Intelligenz

Es heißt Menschen, die bereits schon länger meditieren, haben eine höhere Dichte an Nervenzellen im orbitofrontalen Kortex, eine Region oberhalb der Augenhöhlen, die für das Umlernen emotionaler Reaktionen verantwortlich ist. Es hat gezeigt, dass Menschen mitfühlender sind, wenn sie öfter meditieren.

Auch spielt Deine eigene Einstellung eine große Rolle, wie Du reagierst. Ob Du nun einer Situation mit Deinen Erwartungsängsten entgegen trittst oder eher mit etwas mehr Gleichmut der Situation entgegen treten kannst. Schlichtweg hängt es davon ab, ob Du Dich durch Deine eigenen Vorstellungen im Vornherein verängstigen lässt oder ob Du offen und lockerer alles auf Dich zukommen lässt.

Zu Meditieren kann Dir zu mehr emotionaler Intelligenz verhelfen, aber ist es kaum das einzige Mittel dafür. Auch ist es weniger etwas, dass man nur mal ein Wochenende über macht, sondern etwas dass Du laufend trainieren musst. Dein „Meditations-Muskel“ muss sich entwickeln, dass Deine Mühen Früchte tragen können und Du auch dauerhaft von den Vorteilen profitieren kannst. Erst die Konstante machte es zu etwas alltäglichem und auch erst dann, wirst Du die Wirkung, die das Meditieren auf Dich hat, merken. Also in der Ruhe am Ball bleiben.

Bildquelle: h.koppdelaney via Foter.com / CC BY-ND

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