Gönne es Dir, weniger erreichbar und mehr für Dich zu sein

Durch Apps, das Smartphone, durch ein Tablet und das Internet wird uns das Leben einfacher gestaltet, wir werden unterhalten, aber auch abgelenkt. Es ist sowohl ein Segen als auch ein Fluch.

Zum Beispiel kann es Dein Leben einnehmen, Dich daran hindern, am Leben bewusst teilzuhaben, Dich dazu verleiten, niemals 100% in der realen Welt zu sein und fortwährend woanders zu sein. Du musst Deine Aufmerksamkeit aufteilen.

Benachrichtigungen auf dem Smartphone

Und so sind die neuesten technischen Geräte nun einmal designt: Sie sind darauf ausgelegt, Deine Aufmerksamkeit einzunehmen, Dich auf Webseiten zu locken, dass Du Promo Angebote ansiehst und dass Du Dich mit Geräten befasst.

Du wirst von allen Seiten beschallt. Und nur weil es Deine Neugierde und Dein Bedürfnis weckt, weniger etwas zu verpassen. Du willst unterhalten werden und Deine Komfortzone noch weiter polstern.

Doch verpasst Du dann viel zu viel vom Leben

Gestalte es Dir einfacher, mit selbst gesetzten Grenzen. Das hörst Du kaum zum ersten Mal und bei den Gedanken an Grenzen, sträuben sich in Dir vielleicht die Nackenhaare auf. Wenn wir auf etwas beschränkt werden, wollen wir meist dagegen arbeiten und Grenzen trotzen.

Doch tut es Dir weniger gut, wenn Du ständig beschallt wirst, Dir weniger Ruhe gönnst und immer aktiv bleibst, Deine Ruhe- und Entspannungszeiten kürzer werden lässt, weil Du denkst, Du müsstest immer erreichbar sein, alles ausprobieren oder ständig das Neueste haben. Oder einen Post nach dem anderen anschauen und das in verschiedenen Apps.

Gestalte Dir Dein Leben simpel, sage auch mal „Nein“ zu Technologie, selbst wenn man Dir weismachen möchte, dass das nächste neue Technik-Gimmick, Dein Leben erleichtert. Manchmal hilft es schon, wenn Du einfach nur den Zugang auf wenige Apps hast und andere, die fast den gleichen Inhalt wiedergeben, einfach deinstallierst. Sei präsent, wenn Du mit Freunden unterwegs bist, leg Dein Handy zur Seite. Schenke den Menschen in Deiner Umgebung Deine Aufmerksamkeit.

Grenzen fürs Smartphone

Für viele ist das Smartphone der größte Zeitfresser, weil es eben immer greifbar und immer an ist. Was kannst Du also tun, um Deine Smartphone-Zeit einzuschränken?

Nutze Dein Handy zum Beispiel niemals im Auto, beim Essen, wenn Du in einer Warteschlange stehst oder wenn Du mit anderen Menschen sprichst. Wenn ihr euch also trefft, beschließt gemeinsam, das Handy wegzulegen. Lege es keinesfalls auf den Tisch, entferne es vollkommen aus Deinem Blickfeld. Mache das genauso, wenn Du zusammen mit Deinem Partner oder Deiner Familie zu Abend isst oder wenn Du im Auto sitzt, auch wenn Du nur Beifahrer bist.

Wenn Du bereits weißt, welche Apps Dich immer dazu verleiten, sie zu verwenden, lösche diese von Deinem Handy, wie zum Beispiel Social Media Apps. Beschränke Dich bei der Nutzung von Messenger Apps wie Whatsapps & Co. auf bestimmte Zeitfenster. Es sei denn es ist dringend, aber dann ruft man meistens an.

Du kannst den Benachrichtigungston zum Beispiel anlassen und selbst entscheiden, ob Du gleich antworten willst, oder es auf später verschieben kannst. Natürlich wäre es dem Schreiber der Nachricht lieber, wenn Du gleich antwortest, aber wenn Du Dich gerade auf etwas anderes konzentrieren möchtest oder sogar musst, dann kann die Antwort auch warten. Frage Dich zum Beispiel, ob es denjenigen umbringt, wenn Du eine Stunde später antwortest. Was würdest Du selbst sagen? Wahrscheinlich ist es dann kaum so dringend, dass eine Nachricht doch noch eine Weile ruhen kann.

Splitte weniger Deinen Fokus, lass das Multitasking sein und schenke Deine Aufmerksamkeit eins nach dem anderen.

Grenzen für den Computer

Inzwischen ist es so, dass manche online und über das Internet arbeiten. Dann kann die PC Zeit sich natürlich vermischen. Aber auch dann solltest Du es genau trennen, wie viel Zeit Du für die Arbeit aufwendest, wann Deine Freizeit beginnt und Du abschalten solltest.

Wenn Du in Deinen Tag startest, lege zunächst 1-3 Aufgaben fest, die Du gleich erledigen musst und die wichtig sind. Erst wenn Du diese Aufgaben genau festgelegt hast, dann geh ans Werk. Wenn Du diese Aufgaben geschafft hast, hast Du immer das Gefühl etwas geleistet zu haben und das mit voller Aufmerksamkeit und mit 100%igem Fokus.

Nach Möglichkeit versuche eine Aufgabe nach der anderen zu hinterlegen. Schaue also, dass Du weniger Tabs im Internetbrowser offen hast. Wenn Du gleichzeitig andere Internetseiten aufrufst, dann setze Dir eher ein Lesezeichen, um es später zu lesen. Denn die Seite ist sicherlich auch noch da, wenn Du erst später dazu kommst, sie zu lesen.

Achte auch darauf, Dich an Pausen zu erinnern. Ja, setze Dir einen Outlook-Termin oder stelle einen Wecker, um Dich daran zu erinnern, wenn Du mal an die frische Luft gehen solltest oder es Zeit ist, einen Kaffee zu holen. Bleibe keinesfalls auf Deinem Stuhl kleben, sondern ermuntere Dich aufzustehen, durch den Raum zu laufen, Gymnastikübungen zu machen (wenn Du das möchtest).

Lege Dir eine Zeit fest, wann Du durchs Internet surfst, Artikel in Deinen Lieblingsblogs liest und wann Du zum Beispiel im Internet shoppst. Mache das erst nach getaner Arbeit, nachdem Du alles, was Du Dir für den Tag vorgenommen hattest auch erledigt hast.

Was sind Deine Ideen, um Deine Technikzeit einzugrenzen?

Vielleicht hast Du selbst schon ein paar Dinge gefunden, die Du für Dich anwendest, um Deine Technik- und Internetzeit einzuschränken, um präsenter in der realen Welt zu sein, um Deinem Gegenüber aufmerksamer zuzuhören oder um einfach ein wenig von Smartphone und Computer zu fasten. Welche Limits und Grenzen hast du Dir gesetzt?

Wenn Du gerade diesen Artikel gelesen hast, ist Dir vielleicht auch etwas anderes eingefallen, was Du Dir Dein Leben auch etwas einfacher machen kannst.

Es kann natürlich auch sein, dass ein Technik Fasten keineswegs für Dich in Frage kommt oder du auf keine Deiner Apps verzichten möchtest. Diese Anregungen sind kein Muss, alles ein Kann und sie sollen Dir dabei helfen, Dein Leben einfacher und für Dich freier zu gestalten.

Wie viel Zeit kannst Du mit eingeschränkter Technik-Zeit für Dich und die Menschen in Deiner Umgebung gewinnen? Manchmal braucht es einfach Grenzen.

Bildquelle: Victor Hancek / picjumbo.com

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*