Kontinuierlich loslassen – selbst in stressigen und überwältigenden Lebensphasen

Weniger ernst und verspannt zu sein, macht das Leben leichter. Stress, Verspannungen und innere Verkrampfungen tun unserem Körper weniger gut und können auf Dauer belasten und weitaus schlimmere Konsequenzen nach sich ziehen. Wir müssen uns stetig daran erinnern, loszulassen. Denn das kann sehr leicht in Vergessenheit geraten. Insbesondere wenn wir uns gerade in einer besonderen stressigen und überwältigenden Phase befinden.

Wir verdrängen, uns zu lockern und auf die Signale unseres Körpers zu hören. Aber das ist nur menschlich. Geraten wir in eine solche Phase erst einmal, setzt ein automatischer Modus ein. Wir können kaum anders als von einer Erledigung zur nächsten zu rennen, diese zu planen und zu koordinieren oder von einem Punkt zum nächsten zu düsen.

Was Du denkst zu wissen: Lasse es los und von Dir abfallen

Es gibt immer wieder neue Erkenntnisse, die wir erlangen, die unsere vorherigen Kenntnisse widerlegen und Ansichten verändern. Wir entwickeln uns weiter. Aber das geht nur, wenn wir alte Muster ablegen, loslassen und uns immer wieder in Erinnerung rufen, uns bewusst davon zu trennen.immer wieder loslassen, um freier durchs Leben zu gehen

In Wahrheit laufen wir fortwährend mit Halbwissen durch die Gegend

Wenn Du mit diesem Mantra durch den Alltag gehst, erinnerst Du Dich automatisch daran, Dich von alten Dingen zu lösen und Du kannst dann versuchen, alles aus einer unbedarften Perspektive zu sehen. Du betrachtest die Dinge mit mehr Neugierde, als ob Du ein Buch zum ersten Mal liest ohne dass Du das Ende zuerst liest, sondern gefesselt von einer Szene zur nächsten wanderst und neugierig erwartest, was als nächstes geschieht. Unser Wissen, unsere Meinungen und Erkenntnisse können sich wandeln, verändern und weiterentwickeln. Es kommen stetig neue Hintergründe hinzu: „Ich weiß etwas, aber keineswegs vollkommen. Also warum sich auf seinem Wissen ausruhen?“ Sei immer neugierig!

Was nützt es Dir, kontinuierlich loszulassen?

Wenn wir immer wieder loslassen und uns von Dingen, Ansichten und Vergangenem trennen, lässt der Stress auch nach.  Wenn uns klar ist, dass wir kaum alles wissen, ….

  • Wir können weniger erahnen, aus welchen Gründen unsere Mitmenschen auf eine bestimmte reagieren. Also wozu darüber ärgern, wenn jemand weniger so reagiert, wie Du es erwartet hast?
  • Wenn uns bewusst ist, dass wir kam alles wissen können, sind wir weniger nervös, wenn uns einmal eine Antwort auf eine Frage unbekannt erscheint. Es ist gut, Fragen zu haben und stattdessen nach den Antworten zu suchen.
  • Wir haben weniger das Bedürfnis, im Recht sein zu müssen oder gar diese „Grundhaltung“ einzunehmen oder in Diskussionen zu verfallen, die den Aufwand ohnehin keineswegs wert sind.
  • Wir verurteilen andere wesentlich weniger, wenn uns bewusst ist, dass wir die Hintergründe keineswegs vollständig kennen. Wir haben keine Glaskugel, in der wir sehen, was in einem anderen Menschen tatsächlich vorgeht oder mit welchen Problemen er gerade zu kämpfen hat. Wir können nur offen ihnen gegenüber sein und für sie da sein, so weit sie es zulassen.
  • Wir brauchen keineswegs alles unter Kontrolle zu haben. Wir können kaum erahnen, was als nächstes geschieht. Stattdessen sollten wir versuchen, anderen zu helfen und hilfsbereit zu sein, ohne dass wir vorher das Ergebnis kennen.

Die Vorteile des Loslassens

Du kannst die Dinge entspannt auf Dich zukommen lassen. Durch das stetige und kontinuierliche Loslassen suchst Du nach Lösungen, wenn sie gebraucht werden und grübelst im Vorfeld weniger darüber, was eintreffen könnte und es formen sich weniger Idealvorstellungen in Deinem Kopf, die ohnehin keineswegs eintreffen. Weniger die Kontrolle zu haben, ist gut. Du solltest das begrüßen. Am Ende kannst Du immer nur Dein Bestes geben, versuchen eine gute Lösung zu finden. Denn am Ende kommt es doch immer ganz anders.

Du brauchst Dich keineswegs von allem und jeden beeinflussen oder Dich von Deinem Weg abbringen lassen. Ja, Du kannst mit vielen Dingen beschäftigt sein, aber dennoch Dich davon weniger bestimmen lassen. Wenn du müde bist, braucht das keineswegs Deinen ganzen Tag bestimmen. Auch wenn Dinge weniger so laufen, wie Du es geplant hast, so heißt das weniger, dass Du Dich dadurch von Deinem Weg abbringen lassen brauchst.

Das heißt weniger, dass Du aufhalten kannst, in diese Phasen zu geraten. Aber Du kannst kontrollieren, wie Du diesen Situationen begegnest. Eine Grundsituation braucht Dich keineswegs bestimmen, sondern kannst Du selbst entscheiden, wie Du darauf reagierst. Lässt Du Dich stattdessen davon provozieren, resultieren daraus Probleme, die aber keineswegs welche sein müssen.

Also erinnere Dich kontinuierlich daran, loszulassen und Dich von der Grundsituation weniger beeinflussen zu lassen. Wie geht das?

  • Wenn jemand auf Dich zukommt und Dich um Hilfe oder einen Rat bittet, dann höre genau an, was das Problem ist. Lasse Deinen Gegenüber zu Ende sprechen und reagiere erst dann. Gehe weniger von einer bestimmten Situation aus, nur weil Du von den ersten Worten gehört hast. Du solltest die ganze Situation erst genau kennen, bevor Du Rat gibst. Hinterfrage die Dinge, sei neugierig und betrachte die Situation mit offen gar unbedarften Augen, bevor Du Deine Antwort wählst.
  • Wenn Dir jemand grantig oder sauer erscheint, versuche Dich davon zu lösen. Erlaube Dir weniger ein Urteil und verfalle keineswegs in die Vorstellung, wie jemand stattdessen reagieren sollte. Hinterfrage viel mehr, warum jemand so reagiert. Zeige ihm lieber Verständnis und Mitgefühl und dass Du für ihn da bist.
  • Wenn Du müde bist, aber dennoch viele Dinge erledigen musst, löse Dich von der Vorstellung, dass Du weniger müde sein solltest. Stattdessen entscheide Dich bewusst dazu, trotz alledem Deine To-Do’s zu schaffen, selbst wenn Du Dich unwohl fühlst. Denn Deine Familie, Dein Partner und Deine Mitmenschen werden es Dir danken.
  • Wenn alles im Chaos zu versinken erscheint oder Dir vieles so vorkommen mag, dass kaum etwas so eintritt, wie Du es Dir vorgestellt hast, löse Dich davon. Löse Dich von dieser Vorstellung. Betrachte die Situation von Neuem. Akzeptiere eher, dass es immer wieder chaotisch werden und anders kommen kann, als gedacht. Aber auch daran kannst Du wachsen und die eintretende Herausforderung begrüßen. Insbesondere dann, versuche Lösungen für das Problem zu finden.

Mache dir bewusst, dass Du die Kontrolle hast, wie Du in einer Situation reagierst, aber sie braucht weniger Dein ganzes Gemüt bestimmen. Oftmals wissen wir weniger um die genauen und vollständigen Hintergründe. Also gilt es, diese herauszufinden.

Lasse los, löse Dich und verliere dadurch feste Muster und Gewohnheiten. Wenn etwas weniger so klappt, wie geplant, dann ist das kein Weltuntergang. Löse Deine inneren Verkrampfungen, lockere Deinen Körper und lass die Verspannung von Dir abfallen.

Atme tief durch, lächle. Betrachte die Dinge als wäre es das erste Mal. Sei neugierig!

Und das immer wieder. Lasse immer wieder los und beginne von Neuem.

Damit Dir bewusst werden kann, was vor Deinen Augen tatsächlich geschieht. Öffne Dich gegenüber dem Unbekannten und dem Unerwarteten. Du brauchst keine Angst davor zu haben.

Bildquelle: Victor Hancek / picjumbo.com

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