Wie Du Deine Lebensqualität aufrechterhältst, auch wenn Du wenig Einkommen hast

Immer wieder fällt der Spruch: „Geld allein macht nicht glücklich!“. Das ist auch richtig so. Aber ohne es kann man trotzdem nicht leben. Der eine oder andere von uns war sicherlich bereits einmal in einer Situation, wo das Geld knapp geworden ist, zu viele Ausgaben das Geld regelrecht gefressen haben und es erschien, dass es trotzdem nicht reicht. Mehr denn je musst Du dann darauf achten, wofür Du Dein Geld ausgibst. Und die Sorgen beginnen …

Lebensqualität bleibt da nicht übrig. Und wenn, dann nur sehr wenig. Solche Situationen können immer wieder mal kommen. Denn so ist das Leben – hin und wieder für eine Überraschung gut!

Gerade dann muss man sich am Riemen reissen, auf Dinge verzichten, die ohnehin als eine Verständlichkeit galten. Plötzlich kommen Kosten auf Dich zu, die Du zuvor nicht ernst genommen hast oder von denen Du dachtest, sie wären nicht in der Höhe, wie sie auftreten. Das Leben macht es uns nicht einfach, gerade dann, wenn man versucht, seine Träume zu verwirklichenLebensqualtät genießen selbst mit wenig Einkommen

Was also tun, wenn Du Dich in der Situation siehst, in die Trickkiste greifen zu müssen, um einen gewissen Standard aufrechtzuerhalten?

  • Suche Dir Menschen, die Dich unterstützen können

Ständig brauchen wir das Stück Vitamin B, um weiterzukommen. Dem einen oder anderen mag es beim Thema Geld sehr schwer fallen, anderen das Vertrauen zu schenken und sich somit von anderen abhängig zu machen. Aber kann es umso mehr die Intensivität der Beziehungen zu Deinen Mitmenschen, um Dich herum verbessern. Indem Du anderen Menschen, die Möglichkeit eröffnest, für Dich da zu sein, Dich in diesen schweren Zeiten zu unterstützen, zeigst Du Deine Verwundbarkeit – ganz ehrlich. Jedoch erlaubst Du damit genau diesen Mitmenschen, es Dir gleichzutun.

Der eigene Stolz mag Dir dabei ein Schnippchen schlagen wollen, aber ist es gleichzeitig eine wertvolle Erfahrung für Dich. Springe über Deinen Schatten, gehe den ersten Schritt und habe keine Angst davor, zu zeigen, wenn es mal nicht so rund in Deinem Leben läuft. Im Wesentlichen helfen Dir Deine Verwundbarkeit und Deine Ehrlichkeit, noch intensivere Bande zu knüpfen, die sonst nicht möglich wären.

  • Lerne, dass nicht jede Angst auch berechtigt ist

Sich nicht alles leisten zu können, jeden Cent dreimal umdrehen zu müssen oder darauf zu achten, für was das eigene Einkommen verwendet wird, stellt die größte Angst vieler Menschen dar. Im Grunde ist es aber unsere Vorstellung, die uns diese Angst einbläut. Wir neigen dazu, uns Situationen schlimmer auszumalen, als sie sind.

Wenig Geld zu haben, führt nicht gleich dazu, dass Du Deine Miete nicht zahlen kannst, auf der Straße landest oder Deine Freunde nichts mehr mit Dir zu tun haben möchten, weil Du es Dir nicht mehr leisten kannst, mit ihnen auszugehen. Nichts davon muss zur Wirklichkeit werden. Tatsächlich kann es sich ganz anders verhalten. Keines dieser Szenarien muss eintreffen. Zudem ist es doch allgemein gerne so, dass wir in unserer Vorstellung einer Situation noch mehr Negativität verpassen. Dennoch findet diese Negativität nur in unseren Gedanken statt, nicht aber in der Realität. Also lass es! Bewältige jede Situation, so wie sie tatsächlich auftritt. Male Dir nicht Szenarien aus, die ohnehin nicht eintreffen.

  • Schöpfe Kraft durch Deine innere Stärke

Gerade in Lebensphasen, in denen Du nicht weißt, wie der nächste Tag aussieht oder die unsicher sind, kannst nur Du die Anstrengungen unternehmen, um aus dieser schweren Lebensphase zu gelangen. Natürlich kannst Du andere um Hilfe bitten, aber an der Gesamtsituation etwas ändern, kannst nur Du selbst. Nutze Deine innere Stärke, die gerade dann zum Vorschein kommt.

Gewisse Gegenstände oder dass Menschen in Deinem Leben eine bestimmte Verhaltensweise annehmen, machen Dich nicht glücklich – nicht auf Dauer. Auch solltest Du Dich nicht davon abhängig machen, um selbst glücklich zu sein. Sondern ist es eher das Gegenrezept zur Enttäuschung. Es liegt nicht in Deiner Macht, wie Dich bestimmte Gegenstände empfinden lassen oder andere Menschen sich verhalten. Das Einzige, was Du hingegen kontrollieren kannst, sind Du selbst und wie Du in gewissen Situationen handelst. Und genau daraus kannst Du die Kraft ziehen, um Deine Lebensqualität zum Besseren zu lenken.

  • Sei dankbarer, für das, was Du hast

Wenn Du Dir nicht mehr die Dinge leisten kannst, die Du zuvor als Selbstverständlichkeit angesehen hast, kommt Du in die Situation, genau darüber nachzudenken, was Du tatsächlich brauchst. Es braucht nicht viel im Leben, um glücklich zu sein und einen bestimmten Lebensstandard zu erhalten. Zudem zeigt es Dir auf, wie dankbar Du für die Lebensphasen sein kannst, in diesen Du diesen gehobenen Standard erleben konntest.

Etwas als eine Selbstverständlichkeit anzusehen oder im Gegensatz dazu, es wirklich zu schätzen, sind zwei Paar Schuhe. Grundsätzlich fängt Glück nicht damit an, sich etwas kaufen oder leisten zu können, sondern fängt es damit an, welche Einstellung Du an den Tag legst und welche Erfahrungen, Du aus mancherlei Situation oder Lebensphase ziehen kannst.

  • Werde Dir darüber bewusst, dass Du in Wahrheit schon alles hast, was Du brauchst

Zuweilen denken wir, dass uns etwas fehlt. Insbesondere, wenn wir vielleicht auf etwas verzichten müssen. Hingegen ist es eher so, dass wir in Fülle und Überfluss leben, sogar viele Dinge nicht brauchen. Das müssen wir nur bewusst erkennen.

Es gibt so vieles, für das wir dankbar sein sollten und das wir schätzen könnten, wenn wir es wollten. Jeder Morgen ist erfüllt mit Vögeln, die für uns singen, oder es stehen uns ausreichende Ressourcen zur Verfügung, sodass wir uns täglich versorgen können. Wir können auf Straßen laufen, unsere Zeit in der Natur und in Parks verbringen oder uns mit interessanten Menschen unterhalten.

Wenig Geld zu haben oder über wenig Einkommen zu verfügen, kann Dir die Wertschätzung für bestimmte Dinge, die Du tatsächlich bisher nicht so bewusst wahrgenommen hast, wieder näher bringen.

  • Verschwende nicht Deine Zeit mit Sorgen oder Zweifeln

Was bringen Dir diese Zweifel und Sorgen? Bringt es Dir etwas, Dich mit anderen zu vergleichen oder Deine Handlungen infrage zu stellen? Es stehen Dir täglich viele Möglichkeiten zur Verfügung, für die Du Dich aber nicht einzeln entscheiden musst. Natürlich ist es nur gut, Optionen zu haben, aber wenn Du zu viele davon hast, können Dich diese womöglich um den Verstand bringen. Weniger Optionen lassen Dich weniger zweifeln, auch denkst Du dann nicht zu sehr über Deine Entscheidungen nach. Lass die Alternativen sein. Und wenn Du Dich einmal entschieden hast, zweifle nicht daran. Gerade dann, wenn Du Deine Entscheidung für Dich getroffen hast, wird es die Richtige für Dich sein.

  • Deine Kreativität ist grenzenlos

Musst Du Dich aufgrund Deiner Finanzen eingrenzen, so macht die Not tatsächlich erfinderisch. Deine Kreativität kann gerade dann ihr volles Potenzial entfalten. Wenn Du nicht den einfachen Weg gehen kannst, dann musst Du Mittel und Wege finden, wie Du trotzdem die Dinge bekommst, die Du brauchst. Gerade dann siehst Du über den Tellerrand hinweg, eröffnest Dir neue Perspektiven und gehst auf die Suche nach Alternativen, die die günstigere Wahl für Dich darstellen.

  • Nutze Deine Zeit wertvoll und produktiv

Lässt sich eine Situation nicht auf die bisherige Weise überwinden oder bewältigen, so entwickelt sich daraus eine Art von Hektik. Es muss unbedingt jetzt etwas passieren, damit sich die gegenwärtige Situation oder Lebensphase zum Guten wendet. Dann erscheint es, dass jede Stunde die entscheidende ist. Aber das ist sie nicht wirklich.

Hingegen sollte es Dir gerade dann am Wichtigsten sein, das Beste aus der Zeit zu machen, die Du hast. Verbringe Deine Zeit nicht damit, Dich mit Situationen auseinanderzusetzen, die Dir am Ende nichts bringen und Dich nicht weiterbringen. Warte nicht darauf, dass die Tage vergehen. Denn nicht unbedingt heißt das, dass Dir das hilft, damit diese schwere Lebensphase vorübergeht.

  • Werde Dir über die Bedeutung Deiner eigenen Wahl bewusst

Einkommen erfüllt uns mit Bequemlichkeit – wenn ausreichend davon da ist, natürlich noch mehr. Du kommst dadurch aber nicht unbedingt ins Handeln, sondern verbringst Du hingegen viel zu viel Zeit in Deiner „Komfortzone“. Je mehr Du eine Wahl triffst, zu handeln oder aktiv zu werden, verbindest Du das mit etwas, auf das Du verzichten musst. Es ist einfacher, keine Entscheidung zu treffen und diese Möglichkeiten auszuschlagen. Aber das ist etwas für Angsthasen.

Umso realer wird das Leben für Dich, wenn Du nicht gerade von Bequemlichkeit „bemuttert“ wirst. Jede Entscheidung, die Du triffst, führt Dich einen Schritt näher oder weiter weg, wo Du hin sollst oder willst. Wenn Du weniger Einkommen hast, triffst Du jede Deiner Entscheidungen hingegen bewusst.

Stelle die Sonnenseite in den Vordergrund

Optimistisch den Tag zu verbringen und dies auch bei der Bewältigung des Alltags in den Vordergrund zu stellen, ist nicht einfach. Ganz ehrlich gesprochen. Denn bei weniger Einkommen erscheint es, dass Du ständig daran erinnert wirst. Und das in jeder Deiner Ausgaben oder jeder Rechnung, die plötzlich ins Haus trudelt. Um einen gesunden Optimismus zu haben, brauchst Du keine besonderen Eigenschaften, sondern musst Du Dich dafür nur entscheiden. Du kannst Deine Gewohnheiten so verändern, sodass Du nicht so viel grübelst und stattdessen das Beste aus Deinem Tag machst. Du kannst lernen, Geld nicht von Deinem Glück abhängig zu machen.

Du hast es verdient, Dich außergewöhnlich zu fühlen, selbst wenn Du über weniger Einkommen verfügst. Du kannst die gleiche Lebensqualität aufrechterhalten. Der Status Deines Bankguthabens sagt nicht darüber aus, was für ein Mensch Du bist. Er ist nicht der Status quo. Konzentriere Dich stattdessen darauf, wohin Du willst, was Du vom Leben möchtest und sei aktiv darin. Lehne Dich nicht zurück, sondern komme ins Handeln. Werde dir bewusst darüber, was gerade gut in Deinem Leben ist und schätze gerade das viel mehr.

Über wenig Einkommen zu verfügen, hat auch gute Seiten. Nutze gerade dies, um Dein Leben zum Besseren zu verändern, Deine gegenwärtige Lebenssituation so zu optimieren, damit Du glücklich sein kannst. Nutze Deine Bekanntschaften, vertiefe die Beziehungen zu Deinen Mitmenschen und schöpfe Ideen aus Deiner Kreativität. Nutze Deine Zeit sinnvoll. Und: Überdenke keine Deiner Entscheidungen oder der Dir zur Verfügung stehenden Möglichkeiten.

Es ist egal, wo Du gerade bist. Es ist viel mehr wichtig, wohin Du Deinen Weg gehen möchtest!

Bildquelle: Rennett Stowe / Foter / CC BY

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