Eine reelle Sicht in jeder Beziehung

Wir sehen uns nach authentischen und erfüllenden Beziehungen. Dennoch ist das ein Rohdiamant, der schwer zu finden ist. Wir leben in einer vernetzten Welt, wir treffen verschiedene Menschen online oder in unserer näheren Umgebung. Dennoch haben diese Beziehungen gemeinsam, dass sie uns die notwendige Intimität vermissen lassen. Die Beziehung zu anderen

Beispielsweise arbeiten wir in Bürogebäuden, vielleicht sogar in einem Großraumbüro, aber unsere Kommunikation beschränkt sich auf Themen in Bezug auf die Arbeit. Eher weniger schauen wir uns den Menschen an, der eine bestimmte Arbeitsposition innehat. Wenn wir Glück haben, pflegen wir erfüllende Beziehungen mit Freunden und der Familie. Wenn wir jedoch von Social Media und unserer Arbeit abgelenkt werden, sind es gerade diese Beziehungen, die unter diesen Zeitmangel leiden.

Wie kannst Du aber dennoch Deine Freundschaften pflegen und in Kontakt mit Deiner Familie bleiben, ohne den Anschluss zu verlieren?

Im Laufe unseres Lebens werden wir immer wieder damit konfrontiert, wie unsere Freunde und unsere Familie zurückstecken müssen und weniger an erster Stelle in unserer Prioritätenliste stehen. Wir begehen den Fehler, uns der Wahrheit zu verschließen, dass es immer öfter passiert und wir weniger verfügbar sind, als wir es gerne wären. Wir sehen kaum mehr, wie wenig wir uns bemühen, uns die Zeit zu nehmen. Denn die Menschen in unserem Leben – insbesondere in unserer näheren Umgebung – sind die wichtigsten.

Dazu sollten wir uns eingestehen, dass …

wir zu sehr, verurteilen

Wenn wir verurteilen, können wir weniger wachsen oder etwas lernen. Mache Dir das bewusst. Sei offen für neue Erfahrungen, Eindrücke und dass gerade Menschen Dich überraschen können. Höre auf, sie zu verurteilen. Nur durch Dich und wie Du die Welt siehst, kann sie sich auch verändern – weniger jedoch von Deinen Vorurteilen. Sei freundlich. Frage nach den Erlebnissen Deiner Mitmenschen. Jeder hat eine Geschichte zu erzählen. Lausche ihren Geschichten.

wir auf Menschen herabsehen, wenn wir ihnen widersprechen

Wenn Dich jemand enttäuscht oder verletzt, verhalten sie sich weniger nach dem Muster oder unserer Vorstellung, dass wir von ihnen erdacht haben oder wie es vielleicht angebracht erscheinen würde.

Atme gerade dann einmal tief durch und akzeptiere, dass es in Ordnung ist, auch einmal weniger einer Meinung zu sein. Für denjenigen mag die eigene Sichtweise sinnvoll erscheinen, aber so musst Du keineswegs selbst denken. Auch solltest Du weniger von ihnen verlangen, Deine Sichtweise anzunehmen.

Selbst wenn sie ihre Meinung weniger eloquent genug übermitteln können, heißt das auch keineswegs, dass ihre Sichtweise genauso annehmbar erscheinen kann. Lerne dadurch andere Perspektiven, Einstellungen, Lifestyles und Meinungen kennen – erweitere Deinen Horizont über Deine Komfortzone hinaus.

wir zu sehr die Schwächen anderer hervorheben

Sei den Menschen in Deiner Umgebung offen gegenüber, sei im Hier und Jetzt, sei freundlich und gib anderen Menschen Komplimente, für Eigenschaften, die in ihnen hervorstechen. Übe weniger Kritik, sondern zeige Deinen Mitmenschen, wie sehr Du sie schätzt.

wir nur einen Bruchteil von den Menschen kennen, mit denen wir unser Leben teilen

Es ist unmöglich, dass wir die Gefühle der anderen kennen oder welche emotionalen inneren Kämpfe sie ausstehen. Hinter jedem Lächeln kann sich ein innerer Kampf verbergen. Genauso wenn nach außen Stärke gezeigt wird, so heißt das keineswegs, dass es im Inneren gleichermaßen so aussieht, sondern es sogar viel Mühe bereitet, so aufzutreten. Wir alle sind komplexe und außergewöhnliche Wesen – sowohl Du selbst als auch die Menschen in Deiner Umgebung.

wir uns gerne verleiten lassen, unsere Beziehungen zu dramatisieren

Niemals ist alles so, wie es scheint. Lasse Dich auch weniger von Negativität verleiten und dramatisiere weniger Handlungen oder Situationen. Sei positiv anderen gegenüber und offenbare stückchenweise, was in Deinem Herzen ist. Höre einmal genau zu, wie die Menschen in Deiner Umgebung von anderen sprechen. Denn genauso, sprechen sie über Dich gegenüber anderen. Tue es Ihnen also keineswegs gleich.

wir oftmals viel zu beschäftigt sind, um unsere wichtigsten Beziehungen zu pflegen

Erachte die Menschen in Deiner näheren Umgebung weniger für selbstverständlich, denn Du könntest bereits morgen ihre Hilfe brauchen. Wende Dich ihnen aber keineswegs erst dann zu, wenn Du etwas von ihnen brauchst. Sondern nimm Dir die Zeit, diese Beziehungen zu pflegen, gerade bei Menschen in Deinem Leben, die für Dich am wichtigsten sind. Das ist das größte Geschenk, dass Du jemanden machen kannst: Schenke ihnen Deine ungeteilte Aufmerksamkeit und Deine Zeit.

wir unsere Schwächen zu verstecken versuchen, auch gegenüber denjenigen, die uns am nähesten stehen

Wir alle sind keineswegs perfekt, also warum vorgeben, dass wir es sind? Offenbare Deine Schwächen, wie sie sind, denn gerade das macht Dich attraktiv gegenüber anderen Menschen. Deine Schwächen gehören genauso zu Deinem Leben, wie Deine Stärken. Zeige genau wer Du bist und gib damit anderen eine Chance, Dich so kennenzulernen, wie Du wirklich bist.

unsere Beziehungen keineswegs so einfach sind, wie wir sie gerne hätten

In jede Beziehung musst Du Arbeit stecken. Eine Beziehung zu einem anderen Menschen muss wachsen und gedeihen und dazu musst Du auch Zeit und Vertrauen investieren. Genauso werden Opfer und Kompromisse von Dir verlangt.

Authentische und erfüllende Beziehungen können so wundervoll sein, aber sind sie eher selten einfach. Auch müssen persönliche Hindernisse überwunden werden, damit diese Beziehungen sich auch weiterentwickeln können. Betrachte sie aber weniger als das, sondern als Möglichkeiten, sodass Du Dich auch selbst weiterentwickeln kannst.

wir andere Menschen weniger verändern können

Die Grundlage anderen Dein Mitgefühl zu zeigen und ihnen das Gefühl zu geben, dass sie Dir wichtig sind, beruht auf Respekt und Liebe. Das bedeutet, dass Du ihnen mit ganzem Herzen zuhörst und ihnen zeigst, dass sie gerade jetzt am wichtigsten sind. Weniger heißt das, sie verändern zu wollen oder zu versuchen, ihre Fehler auszumerzen. Schaue bewusst darauf, was diesen Menschen ausmacht.

wir uns vor Veränderung innerhalb unserer Beziehungen fürchten

Wir alle streben danach, uns persönlich zu verändern. Ebenso sollten wir dies für unsere Beziehungen und jeder einzelnen Person in ihnen anstreben. Zu wachsen und sich zu verändern, ist Teil unseres Lebens. Daher sollten wir jede Veränderung begrüßen. Selbst dann, wenn Du Dich davor fürchtest, dass eine Beziehung zu Ende geht. Vertraue darauf, dass alles zum richtigen Zeitpunkt geschieht und ein Grund dahintersteckt, wenn eine Trennung bevorsteht.

ebenso unsere fehlgeschlagenen Beziehungen wichtig sind

Jeder Mensch, dem Du begegnest und zu dem Du eine Beziehung aufbaust, hat eine wichtige Lektion für Dich. Und jede dieser Beziehungen baut auf vergangenen Erfahrungen auf. Keineswegs pflegst Du immer Beziehungen zu Menschen, die Dir guttun oder zu diesen Du gerade jetzt eine Beziehung aufbauen willst. Doch versucht Dir damit das Leben eine wichtige Lektion beizubringen, damit Du weiterwachsen, daraus etwas lernen und schließlich zu der Beziehung gelangst, bei der Du Dich vollends fallen lassen und Dein Herz verschenken kannst.

wir Gleiches mit Gleichem vergelten wollen, wenn wir verletzt wurden

Wenn wir schlecht behandelt oder verletzt wurden, kommt der Gedanke gerne auf, Gleiches mit Gleichem zu vergelten und die Personen, die uns verletzt haben, genauso zu verletzen. Egal, ob sie es verdient haben. Aber keineswegs kommt etwas Gutes bei Rache oder Vergeltung zustande. Es hilft Dir auch weniger, vorwärts zu kommen. Vergelte keineswegs Schmerz mit Schmerz, sondern wende Dich lieber dem Licht und positiven Gedanken zu. Handle und agiere stattdessen so, dass Du in die Lage versetzt wirst, Dein Leben zu verbessern. Übe Dich darin, anderen für ihre Missetaten zu vergeben und lasse ab von Missgunst und Groll, um Dich selbst und die Art Deiner Beziehungen weiterzuentwickeln.

wir auch mit Menschen, die wir hassen, tiefe emotionale Beziehungen pflegen

Indem Du jemanden hasst, verschenkst Du Deine Zeit. Sie sind in Deinen Gedanken und Du lässt sie kaum mehr los. Sie sind in Deinem Leben, haben einen festen Platz darin, aber erfüllen sie Dich mit zusätzlichen Ballast. Löse Dich davon und von diesen Geistern, mit denen Du Deine Zeit verschwendest. Lass Dich auch keinesfalls von Ihnen verfolgen, sondern lass sie in Vergessenheit geraten, damit Du Dich auf die wichtigen Menschen in Deinem Leben konzentrieren kannst.

wir unser Glück von anderen abhängig machen

Jeder ist für sein Glück und ein erfülltes Leben selbst verantwortlich. Mache das weniger von anderen Menschen abhängig und den Beziehungen, die Du pflegst. Wenn Du unglücklich, weniger erfolgreich bist, dann hat das allein mit Dir zu tun. Suche weniger nach Ausreden, sondern akzeptiere, dass Du selbst dafür verantwortlich bist. Wenn Du glücklicher sein willst, dann verändere Deine Situation. Komme selbst ins Handeln.

Abschließende Gedanken

Dass Du die Beziehungen zu Deinen Mitmenschen, insbesondere Familienmitgliedern, Freunden und Lebenspartnern pflegst, sollte ganz oben auf Deiner Prioritätenliste stehen. Aber vergiss dabei auch keineswegs, dass die Beziehung zu Dir selbst genauso einen wichtigen Stellenwert haben sollte.

Sei gut zu Dir selbst und nimm Dir Zeit für Dich als auch für die Menschen, die Du an Deinem Leben teilhaben lassen möchtest. Höre auf die Stimme in Deinen Gedanken und lerne auch mit Dir selbst, allein zu sein – ganz ohne Druck und Verpflichtungen. Sei für Dich selbst und entdecke dabei Deine Talente, was Dir wichtig ist und woran Du Dich erfreuen kannst. Höre auf Deine innere Stimme, Deinen Instinkt und nimm Dir für Dich die Zeit, die Du brauchst.

Wenn Du weißt, was Du willst und was Du in Deinem Leben erreichen willst, folgen auch die erfüllenden Beziehungen, die Dein Leben noch schöner machen können.

Bildquelle: Foter.com / CC0

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