Vereinfache Dir die Feiertage, lasse sie weniger zu Stress werden

Hast Du schon mit Deinen Weihnachtseinkäufen begonnen oder hast Du eher noch keinen Gedanken darauf verschwendet und Du bist einer derjenigen, die erst kurz vorm Fest die Geschenke besorgen? Nun an sich ist noch ausreichend Zeit, aber auch kann bekanntermaßen Zeit sehr schnell vergehen.

Der alljährliche Trubel besteht zum Beispiel aus Weihnachtsfeiern und andere gesellschaftliche Ereignisse, der Verkehr nimmt zu, Reisevorbereitungen stehen an oder ein allgemeines Chaos macht sich breit und Du glaubst, Du bist beschäftigter als das ganze bisherige Jahr. Der eine oder andere Termin will auch noch geschafft werden. Das und meist noch vieles mehr kann sehr viel Stress bereiten. Frohe Weihnachten

Was wäre aber, wenn Du Dir selbst die Feiertage vereinfachst? Was wäre, wenn wir dem Konsumverhalten weniger nachgeben und tatsächlich nur das kaufen, was wir brauchen?

Zum Weihnachtsfest haben wir Gelegenheit, uns in Erinnerung zu rufen, was tatsächlich wichtig ist. Das ist keineswegs der nächst größere Flachbildfernseher, die nächste Video Games Konsole, das nächste moderne Möbelstück oder etwas anderes Materielles. Auch ist eine Besinnung auf das Wichtige keineswegs von den Feiertagen oder den Wintertagen abhängig.

Das wirklich Wichtige sind die Menschen um Dich rum, dass Du mit ihnen Zeit verbringen kannst und auch was in Deinem Herzen wohnt.

Hier mögen sich die Geister streiten, aber finde einfach für Dich das für Dich Wichtige, was Du am liebsten das ganze Jahr über erhalten möchtest. Nimm Dir die Zeit, um darüber nachzudenken.

Wenn Du den Kern erkannt hast, kannst Du damit beginnen, zu vereinfachen.

1. Besinne Dich darauf, was für Dich von Bedeutung ist

Was ist Dir am Wichtigsten? Ist Dir Religion wichtig? Ist es Dir wichtig, dass Du Zeit mit Deiner Familie, Deinem Partner oder Deinen Kindern verbringst? Sind es vereinzelte Traditionen, die Du gerade zu dieser Zeit wiederaufleben lassen möchtest? Vielleicht ist es einfach, dass Du anderen eine Freude bereiten und ihnen etwas schenken kannst. Werde dir klar darüber, was Dir wichtig ist.

2. Beschränke Dich in Deinen Shopping Ausgaben – setze Dir ein Limit

Auch wenn Du gerade jetzt mit einem Angebot nach dem andere überhäuft wirst, musst Du weniger diese Angebote wahrnehmen. Natürlich kannst Du hier sparen, aber bedenke zunächst, ob Du den Gegenstand unbedingt brauchst und auch denjenige, der es als Geschenk erhält, es auch braucht.

Diese Angebote sind dazu gedacht, dass Du Geld ausgibst. Und jedes Mal fallen wir darauf rein. Werde Dir vorher darüber klar, für was Du Geld ausgeben möchtest und wie viel. Beziehe dazu mit ein, was Dir Deine Lebensqualität verbessert. Schütte Dir Dein Leben weniger mit noch mehr Altlasten voll oder wo Du weißt, dass Du etwas recht bald wieder wegwerfen müsstest.

Konzentriere Dich darauf, etwas zu kaufen, was Dir lange erhalten bleibt und Dich keineswegs nur für kurze Zeit glücklich macht. Ja, einzukaufen kann Spaß und Freude bereiten, aber wie lange kannst Du Dich tatsächlich daran erfreuen?

3. Sprecht euch untereinander ab, was ihr wollt.

Schöne Erlebnisse bleiben viel länger im Gedächtnis. Anstatt etwas Materielles zu verschenken, gestaltet stattdessen schöne Erinnerungen. Sprich mit Deiner Familie über eine alternative Art zu schenken und welche Art von Geschenke, Du gerne bereiten möchtest.

Lege Deine Gründe dar, warum Du weniger dem Konsumverhalten nachgeben willst und auch weniger Altlasten entstehen lassen möchtest. Sprich klar darüber, was Du an Weihnachten stattdessen machen möchtest und was Dir am Wichtigsten ist. Findet einen gemeinsamen Nenner für euch alle.

4. Welche Traditionen willst Du gern erhalten und welche sind Dir weniger wichtig?

Mache Dir eine Liste, welche Traditionen Du weiterverfolgen möchtest. Also weniger die Traditionen, die Du praktisch gezwungen ausübst, sondern die Traditionen, die Du gerne machst.

Singst Du gerne Weihnachtslieder? Oder Du magst etwas weniger am Weihnachtsessen? Ist es das Geschenke verpacken, dass Dir weniger gut liegt? Sind es das Geschenke besorgen oder der Eierlikör, der gerne zu den Weihnachtsfeiertagen getrunken wird, was Du weniger magst?

Erstelle Dir am besten zwei Listen: eine für die Traditionen, die Du erhalten möchtest und eine für die Traditionen, die Du abschaffen möchtest.

5. Löse Dich von Unwichtigem

Sprich mit Deiner Familie über die Traditionen, die Du gerne abschaffen möchtest. Sage zum Beispiel auch Nein zu bestimmten Einladungen, insbesondere zu denen wo Du eher ein schlechtes Bauchgefühl bekommst oder die sich anfühlen, als müsstest Du zum Zahnarzt zum Zähne ziehen.

Sich von etwas zu lösen, kann schmerzhaft sein, Dir ein schlechtes Gewissen bereiten, aber rufe Dir dann in Erinnerung was die Schattenseiten von diesen Aktivitäten sind. Denke viel eher daran, wie viel einfacher Du es dann haben wirst. Lasse auch das Gefühl der Erleichterung zu, wenn Du etwas loslässt.

6. Kreiere Dir die Feiertage so, damit Du es leichter hast

Was ist Dir selbst am Wichtigsten? Wer ist Dir am Wichtigsten? Was wäre für Dich am einfachsten und auch am schönsten an den Feiertagen? Erschaffe Dir diese Feiertage, so wie Du sie möchtest. Lass es ganz einfach sein, mit genügend Raum, um andere um Dich herum zu haben, die Dir am Herzen liegen und verbleibe mit Traditionen, die Du gerne ausübst.

Denke einfach und simpel, ohne irgendwelche Komplikationen. Erschaffe Dir auch keine Komplikationen. Mache Dir eine Vision darüber und setzte sie dann um. Und denke keineswegs zu viel darüber nach. Einfach machen!

7. Finde Gefallen daran, andere Wege zu gehen, um zu schenken

Du kannst auch Geschenke machen, ohne dass Du Geld ausgeben oder ins Geschäft gehen musst. Geld ausgeben sollte keineswegs mit dem Geben gleichgesetzt werden. Es ist eine Möglichkeit, aber die bessere Variante ist, wenn Dein Geschenk von Herzen kommt. Und ohne, dass Du der Über-Konsument sein musst.

8. Sage „Nein“ zur üblichen Verrücktheit der Vorweihnachtszeit und „Ja“ zum minimalistisch Wichtigem

Zu allem was Dir in der Vorweihnachtszeit und am Weihnachtsfest Stress bereitet, sage „Nein“. Entferne Dich von den Stressfaktoren. Lehne all die Feiern ab, zu denen Du kaum gehen möchtest. Schaffe Dir den Raum für die essentiellen Dinge.

Wie Du Geschenke machen kannst, ohne Geld auszugeben

Es ist keineswegs ein Mythos, dass Du immer Geld ausgeben musst, um Geschenke zu bereiten. Wir haben uns nur zu sehr daran gewöhnt, Geld auszugeben. Aber wir äußern auch oftmals Wünsche, die Geld kosten. Aber muss das sein?

Ich sage nein.

Zu Geben und zu Schenken ist schön. Hier hast Du ein paar Anregungen, wie sich Deine Geschenke gestalten könntest. Verschenke von Herzen und Selbstgemachtes

Gestalte Erlebnisse, an die sich Deine Liebsten und die Menschen, die Dir wichtig sind, noch lange erinnern können. Wie wäre es gemeinsam zu kochen oder zu backen? Schaut gemeinsam einen alten Film an, den ihr mögt und schätzt die Zeit miteinander. Oder macht gemeinsam einen schönen Spaziergang an der frischen Luft (ja, auch bei diesen Temperaturen). Verbringt schlichtweg Zeit miteinander.

– Schlage vor, dass Du und Deine Familie gemeinsam eine Organisation unterstützt. Vielleicht als Freiwillige in einem Alten- oder Kinderheim, besucht die Kinderstation in einem Krankenhaus oder helft in einer Suppenküche für Obdachlose aus.

– Bitte Deine Freunde und Deine Familie für wohltätige Zwecke zu spenden. Schlage dazu verschiedene Organisationen vor, für die ihr gemeinsam spenden wollt.

– Erstelle zum Beispiel ein Fotoalbum oder ein Video mit euren schönsten Erinnerungen und zeige es zu Weihnachten. Rufe Dir und Deiner Familie die Momente in Erinnerung, in denen ihr gemeinsam Spaß haben konntet.

– Oder ihr wichtelt zu Weihnachten. Aber verschenkt keine gekauften Gegenstände, sondern verschenke etwas, das Du inzwischen weniger brauchst, aber für jemand anderen nützlich sein könnte. Aber wähle etwas, dass dennoch in Deinen Augen sehr wertvoll ist.

Backe Plätzchen und Kuchen, die Du verschenken kannst.

Umarme Deine Familie, schenke ihnen damit Kraft und spüre wie dabei der Stress nachlässt.

Plant einen gemeinsamen Ausflug, geht zum Beispiel auf einen Christkindl- oder Weihnachtsmarkt. Oder gestaltet einen gemeinsamen Spieleabend.

Finde Hoffnung und zu Weihnachten hast Du das beste Potential dafür. Sprecht darüber, für was ihr dankbar seid, was in diesem Jahr besonders gut gelaufen ist oder in welchen Momenten Du dankbar warst, dass Dir jemand aus Deiner Familie geholfen hat. Sage einfach „Danke“.

Sammle für die Altkleidersammlung oder für Organisationen, die Bedürftigen helfen, um sich mit den nötigsten Dingen zu versorgen. Spende Deine Kleidung, Essen oder Gegenstände, die Du weniger brauchst. Miste aus.

Verschenke Dein Wissen und Deine Erfahrung. Bist Du zum Beispiel gut darin, Autos zu reparieren oder hast Du gute Computerkenntnisse? Oder weißt Du magische Tricks, die Dir schon sehr oft geholfen haben? Bestimmte Hausmittel, die Dich meist wieder schnell gesund machen? Teile Dein Wissen und helfe anderen, auch davon zu profitieren.

All das und noch vieles andere kannst Du zu Weihnachten verschenken. Diese Geschenke sind meist viel mehr wert als jeder materielle Gegenstand. Löse Dich von den Dingen, die Dir Stress bereiten, vereinfache, sage öfter „Nein“ und „Ja“ zu den Dingen, die Dir Spaß und Freude bereiten oder bei anderen ein glückliches Lächeln aufs Gesicht zaubern.

Mache es Dir einfach, insbesondere zum Weihnachtsfest.

Bildquelle: Victor Hancek / picjumbo.com

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