Wie Du erkennen kannst, dass Du zu viel jammerst und wie Du damit aufhörst

Wir jammern und beklagen uns. Das liegt in unserer Natur. Sei es, wenn der Hund des Nachbarn im Garten ein Häufchen gemacht hat, der lokale Supermarkt seine Preise erhöht hat, der Rechner gerade weniger das macht, was er machen sollte oder wir uns auf eine Umstrukturierung bei der Arbeitsstelle einstellen müssen. Was machen wir? Wir jammern darüber.

Ein wenig zu jammern ist nur gesund, dennoch sollte es keineswegs zu viel sein. Wenn Du nur noch jammerst und Dich beklagst, wird es Teil Deines Alltags, verursacht Stress. Und seien wir doch einmal ehrlich: Möchtest Du in Deiner Umgebung dafür bekannt sein, dass Du ständig jammerst und Dir weniger etwas gut genug erscheint?

Hierdurch umgibst Du Dich mit negativer Energie und das ist ein weiterer Grund, warum Jammern weniger gut für Dich ist. Auch überträgst Du durch das Jammern diese Energie auf andere. Dann wollen sie weniger in Deiner Nähe sein, meiden Dich dann vielleicht sogar.Barrieren laden zum Abenteuer ein, jammere weniger, sondern improvisiere

Woran erkennst Du, dass Du die „Jammer-Grenze“ überschritten hast?

  • Dir erscheint das Glas immer halb leer

Wenn Du Dich zu sehr an das „Negativdenken“ gewöhnt hast, fällt es sehr schwer, das Gute und Positive zu sehen. Du bist durch das Jammern geladen. Wir vergessen dann, bewusst inne zu halten, tief durchzuatmen und die aktuelle Situation so zu betrachten, wie sie ist. Du findest immer einen Fehler oder etwas, dass weniger Deinen Vorstellungen entspricht, die auch umso höher werden, je mehr Du dem Jammern verfallen bist. Alles erscheint schlecht, selbst wenn das Meiste gut erscheint, überwiegt für Dich das „Schlechte“.

Erwarte weniger, dass etwas nur schiefgehen kann. Denn Du weißt es keineswegs gewiss und am Ende kommt es doch ohnehin ganz anders. Betrachte Deine Vorstellungen und schraube diese runter. Niemand ist perfekt und alles kann sich noch zum Guten entwickeln.

  • Du wirst darauf aufmerksam gemacht, wie sehr Du jammerst

Achte darauf, was Deine Freunde Dir sagen – wenn sie Deine wahren Freunde sind. Denn dazu sind sie da. Sie sind dafür da, wenn Du zu sehr ichbezogen bist und es mit dem Jammern auch wieder gut sein kann. Manchmal mag es nur ein Hinweis zwischen den Zeilen sein, oder ein Witz, der beiläufig in den Raum geworfen wird oder sie mögen Dir vielleicht sogar ganz ehrlich ihre Meinung sagen. Höre dann genau zu.

Wann Du von Deinen Mitmenschen darauf hingewiesen wirst, dass Du selbst dann zu jammern beginnen würdest, selbst wenn Du Deinen Traumjob an Land gezogen hättest oder im Lotto gewinnen würdest, so ist an der Zeit umzudenken, auf die Bremse zu treten und einen Gang runterzuschalten.

  • Du wirst gemieden oder Dir wird zu Verabredungen abgesagt

Es kann ein weiteres Zeichen sein, dass Du zu viel jammerst, wenn Du weniger zu Veranstaltungen eingeladen wirst, eher weniger gefragt wirst, ob Du mit zum Essen gehen möchtest oder zu Deinen eigenen Einladungen eher weniger zugesagt wird, kann das ebenso ein Hinweis sein, dass Du es mit dem Jammern übertrieben hast.

Dann ist es am besten, wenn Du direkt nachfragst. Halte Dich weniger zurück, sondern sei ganz rabiat und frage, ob Du zu viel jammerst und das der Grund dafür ist, dass Du gemieden wirst. Auch wenn es zu Beginn schmerzlich ist, so ist es dennoch umso besser, wenn Du die Wahrheit und die genauen Hintergründe kennst. Nur dann kannst Du auch etwas in Deinem Verhalten oder wie Du bestimmte Situationen betrachtet, verändern.

  • Du und Deine Freunde jammern um die Wette

Schau Dir an, mit welchen Menschen Du umgeben bist. Wie verhalten sie sich? Sind sie ruhig oder haben sie eher einen Sinn für das Dramatische? Machen sie aus einer Mücke einen Elefanten? Wenn ihr gemeinsam Zeit miteinander verbringt, redet ihr dann nur über Probleme und wie unfair das Leben ist?

Wenn eher weniger über das Schöne gesprochen wird und ihr auch kaum darüber sprecht, wofür ihr dankbar sein könnt oder was gerade besonders gut im eigenen Leben läuft, dann sollte Dir das zu denken geben. Vielleicht ist es auch an der Zeit, sich genau die Menschen in die engere Mitte zu holen, die Dich dabei unterstützen, das Leben mehr von der positiven Seite zu betrachten.

  • Grenzen sind alles, was Du siehst

Wie viel Raum gibst Du Deiner Einstellung und Sichtwiese? Wie betrachtest Du Herausforderungen? Siehst Du den Weg oder das Ziel? Siehst Du Grenzen? Siehst Du vorwiegend Herausforderungen oder eher das Leben als eine Folge von Abenteuern? Bist Du ein Forscher und Entdecker?

Unsere Sichtweise ist die Grundlage, ob wir zu den großen Jammerern gehören oder eine gesunde Balance finden konnten. Wenn Du eher nur Grenzen und Hindernisse siehst und Dich von ihnen abschrecken lässt, so betrachtest Du Veränderungen als ein Problem, das gelöst werden muss. Dann erscheint die Zukunft wie eine große Steinwand.

Das äußerst sich zum Beispiel darin, dass Du weniger gute Chancen für Dich siehst, für eine neue Stelle in Betracht gezogen zu werden. Du rechnest keineswegs, den Job überhaupt zu bekommen. Aber warum? Vielleicht bist gerade Du die oder der Richtige für den Job. Aber das musst Du auch verkörpern.

Oder Du möchtest einen neuen Partner kennenlernen, meinst aber schon im Vorfeld, dass Du niemanden treffen wirst, der zu Dir passt und Dich versteht. Aber es kann auch anders kommen. Deine Einstellung und Sichtweise haben eine Wirkung darauf – sowohl bei Dir selbst als auch auf andere, die Dir begegnen.

Es ist einfach, in die Grundhaltung zu gehen und alles und jeden zu meiden. Du bleibst in Deinen Mustern und Du musst Dich auf keine Veränderung einstellen. Aber das ist doch langweilig und keineswegs ist das Leben so gedacht. Es ist weitaus lohnenswerter, wenn Du das Unbekannte begrüßt, es als Abenteuer betrachtest und die Entdeckerrolle einnimmst. Dein Leben kann sich dann nur zum Positiven verändern, es sogar wieder lebenswerter machen und Dir möglicherweise genau das geben, wonach Du gesucht hast. Das Leben ist schön, lass weniger die schlechten Seiten überwiegen

Habe den Mut, Deine Sichtweise zu ändern, Dich von einer positiven Einstellung anstecken zu lassen, die Dich in eine weitaus bessere Stimmung versetzt. Alles was Du brauchst, ist ein bisschen Optimismus und den Willen, den Sprung zu wagen. Das allein kann schon dazu beitragen, dass Du weniger ins Jammern gerätst, sondern die Dinge von einer ganz anderen Seite betrachtest.

Bildquelle: Victor Hancek / picjumbo.com

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